Paddeltour Prag - Dresden 2014

Im April 2014 hatte ich die Gelegenheit mit meinem 14-jährigen Patenkind, kurz vor dessen Konfirmation, eine Reise zu unternehmen. Wir sind beide begeisterte Paddler und haben uns deshalb eine Paddel-Tour der besonderen Art vorgenommen. Ziel war es, von Prag bis nach Dresden auf Moldau / Elbe zu paddeln. Ich werde hier ein paar Besonderheiten und Erfahrungen von dieser Paddeltour erläutern.

Im Vorfeld:
Die Planung wurde von mir relativ kurzfristig und im nachhinein betrachtet, etwas blauäugig (bzw. gar nicht) angegangen. Eigentlich hatte ich nichts fest gebucht bzw. geplant, außer die Busfahrt nach Prag sowie das Kanu für 5 Tage gemietet. Es ging auf einmal einfach irgendwie los. In einem hellen Moment hatte ich mir ein paar Tage zuvor noch einen wasserdichten Sportbeutel und ein Spritzschutz für meinen Rucksack gekauft. Die beiden Investitionen sollten sich während der Tour als sehr nützlich erweisen.

Start des gemeinsamen Abenteuers war Dienstag, der 15.04.2014 um 5 Uhr morgens. Die erste Hürde des Erwachens musste überwunden werden. Wie kann man als Jugendlicher nur so viel schlafen?! Es sollte sich die Tage noch als schwierig erweisen meinen Begleiter aus den Federn zu bekommen...
Um 7 Uhr startete der Bus vom Dresdner Hauptbahnhof in Richtung Prag. Die Städte-Busreisen sind dank zahlreicher Bahnstreiks im Jahr 2014 sehr preisgünstig und haben deutlich and Komfort gegenüber der Bahn gewonnen. Die 2,5-stündige fahrt wurde teilweise verschlafen oder einfach nur "abgechillt".

Start in Dresden

Aufs Wasser (Tag 1):
In Prag angekommen (ca. 10 Uhr) überkam uns erst einmal der Hunger. Wir hatten einiges an Verpflegung mit, was auch direkt zu fast 50% verzehrt wurde. Nur was essen wir im Laufe des Tages? Hier kamen mir die ersten Zweifel bezüglich ordentlicher Vorbereitung. So Planlos wie wir losgefahren sind standen wir nun in Prag - bargeldlos, mit Verpflegung für eine Mahlzeit. Also ran an den Geldautomaten und ab in den Supermarkt. Wir wollten uns sowieso erst 13Uhr in Prag Troja (unser Paddeltour-Startpunkt) mit dem Bootsvermieter treffen, hatten also noch mehr als genug Zeit. Bis dahin konnten wir den Kontakt mit dem Wasser kaum erwarten und vertrieben uns die Zeit am Wehr Troja durch beobachten der Sport-Paddler in der Strömungsanlage.

Strömungsanlage

Gegen 13:30 Uhr erschien mit leichter Verspätung endlich der Bootsverleiher. Die Vermietung und die dazu erforderliche Bürokratie lief sehr unkompliziert ab. Insgesamt beliefen sich die Kosten für den Gatzkanadier für die 5 Tage-Tour auf weniger als 300€ inklusive Anlieferung und Abholung des Bootes. Preiswerter hätte man das allein auch kaum hinbekommen. Gebucht hatte ich das Boot bei kanu-aktiv-tours.de, kann ich nur empfehlen.

Gegen 14Uhr ging es dann endlich los. Hochzeit - Boot und Wasser küssen sich und wir sind dabei! Wir starteten direkt hinter dem Wehr Troja - dort herrscht noch ordentlich Strömung. Die ersten paar Minuten Eingewöhnung und sofort kleinere Stromschnellen - das brachte ordentlich Spaß. Hochmotiviert und voller Euphorie fuhren wir in die erste Biegung ein - danach große Enttäuschung und Verwunderung. Keine bzw. kaum mehr Strömung?! Das mag naiv klingen, aber irgendwie habe ich mir das anders vorgestellt. Nach einer weiteren Biegung der Moldau verbreitert diese sich sehr stark. Die Strömung kommt zum erliegen und der Fluss gleicht einem stehenden Gewässer. Zusätzlich haben wir leichten Gegegnwind, juhu! Die Motivation sinkt schlagartig, vor allem bei meinem Gefährten - verständlich!

Kaum Strömung auf der Moldau

Ursache für die nahezu nicht vorhandene Strömung ist klar - auf der Moldau bzw. Elbe befinden sich bis nach Usti nad Labem insgesamt 10 Wehre, ausgehend von unserem Startpunkt. Die sorgend dafür, dass das Wasser kaum nennenswerte Höhenunterschiede überwinden muss und damit nur direkt hinter den Wehren eine Strömung wahrnehmbar ist. Nach nur wenigen Kilometern mussten wir eine kurze Frustpause einlegen. So hatten wir uns das eigentlich nicht vorgestellt.

Weiter gehts!

Nützt ja nix! - Weiter muss es gehen! Wir halten uns mit der echt schönen Landschaft neben dem Fluss und schlechten Witzen bei Laune. Jawoll, es macht Spaß! Nach etwa 7km fahrt, kurz nach Roztoky, ist endlich das erste Wehr in Sicht. Abwechslung! Wir haben noch keine Ahnung wie wir das Wehr überqueren wollen - die Probe aufs Exempel also. Rechts liegt das Wehr, linkt die Schleuse. Wir fahren in den Schleusenkanal und gehen kurz vor der Schleuse an Land (auf den Damm zwischen Wehr und Schleuse). Pause! Zum ersten mal wird uns bewusst, was noch vor uns liegt. Das Prozedere sieht so aus: Anlegen, Aussteigen, Boot leer räumen, Boot aus dem Wasser ziehen, Boot über Land tragen und ins Wasser setzen, Taschen/Rücksäche ins Boot, Einsitzen, weiterfahren. Das entladen des Bootes ist zwingend notwendig, da der Gatz-Kanadier allein schon etwas um die 80kg wiegt, unser gepäck beträgt auch nocheinmal ca. 40kg. Mein Begleiter ist mit seinen zarten 14 Jahren jedoch noch nicht so belastbar, weshalb alles einzeln umgesetzt werden muss.

erstes Wehr überquert

Nach kurzer Erholung ging es weiter. An dieser Stelle der Moldau sind die Flussufer sehr steil und gehen teilweise direkt in Felswände über. Der Gegenwind formiert sich in diesem Bogen zu echt heftigen Böen, so dass wir extrem schwer vorwärts kommen. Für den nächsten 1,5km haben wir fast genau so lang gebraucht wie für die letzten 7km! An der Spitzkehre der Moldau bei Husinec war unsere Motivation fast am Boden. Der nun in den Rücken wehende Wind verhalf uns aber schnell wieder zu Kräften, indem wir uns von ihm ein wenig treiben ließen. Obwohl wir wegen der steilen Ufer kaum etwas von der Landschaft sehen, sind wir stark beeindruckt. Vielleicht gerade wegen der Tal-Formation, wirkt alles sehr rustikal und gleichzeitig irgendwie vertraut.

Das Wetter spielt doch noch mit

Im Vorfeld hatte ich mir weder Zeltplätze noch Hostels ausgesucht oder gebucht - irgendwie werden wir schon ein Plätzchen zum schlafen finden, dachte ich mir. Langsam stieg unsere Motivation durch die wärmende Abendsonne, so dass wir immer weiter paddelten. Vorbei an Libcice zum nächsten Wehr. Diesmal Schleuse rechts, Wehr links. Zielstrebig fahren wir in den Schleusenkanal. Die Schleusen-Häuser sind zwar besetzt, aber eigentlich werden Sportboote nicht geschleust. Bei der ersten Schleuse trauten wir uns nicht zu fragen, ob wir geschleust werden können. Ehrlich gesagt ist es nach langem sitzen auch eine willkommene Abwechslung, das Boot slebst umzusetzen. Also entschieden wir uns das Boot nie zu schleusen. Diese Schleuse kurz vor Dolany ist über 120m lang - so weit wollen wir das Boot auf keinen Fall tragen. Es besteht keine Möglichkeit vom Schleusenkanal auf den Damm zu kommen, da dort hohes Uferbauwerk vorhanden ist. Also den langen Schleusenkanal zurück und an das Wehr fahren. Kurz vor dem Wehr gibt es eine kleine Anlegestelle am Damm, so dass man dort ohne Probleme das Boot übertragen kann. Hätte ich das vorher mal gesehen ;)

Langsam wird es dunkel

Die Dämmerung trat ein und Kralupy lag vor uns. Immerhin las ich mir ein paar Tage zuvor die Stadt-Information der Orte durch, welche wir passieren würden. Daher wusste ich, das am Anfang von Kralupy ein kleiner Yachthafen mit Restaurant liegt. Es wurde mittlerweile schon düster, als wir den Hafen erreichten. Siegessicher und erschöpt legten wir unser Boot an. Mitte April scheint noch nichts groß los zu sein - keine Menschenseele im Hafen. Dann öffnete sich eine Tür des Hafengebäudes und ein älterer Mann kam heraus - offenbar der Hafenmeister. Auf die Frage, ob er Deutsch, Englisch oder Russisch spreche, entgegnete er nur mit großen Augen und zuckenden Schultern. Mit Handzeichen versuchte ich ihm zu verdeutlichen, dass wir gern unser Zelt hier am Hafen auf der kleinen Wiese aufschlagen würden. Die Fragezeichen in seinem Gesicht werden größer...das nächste Mal sollte ich mir ein Wörterbuch mit nehmen. Offenbar fiel ihm ein, dass der Besitzer des Restaurant deutsch spricht. Der Hafenmeister gab mir zu verstehen, ihm zum Restaurant zu folgen. Nachdem der Besitzer des Restaurant dem Hafenmeister erklärte, dass wir nur unser Zelt gern aufbauen würden, zeigte der ältere Herr uns noch die Toiletten und Duschen - ohne dass wir fragen oder etwas bezahlen mussten. Sehr freundlich!

Mittlerweile war es dunkel. Zum Glück haben wir ein Wurfzelt. Zack - Zelt fertig aufgebaut. Sachen rein und ab ins Restaurant. Wir gönnten uns beide je ein Argentinisches Rindersteak - die Proteine brauchten wird dringend. Dazu Bier für mich, Cola für den Jungen. Herrlich! Danach ab in die Waagerechte, wir wollten am nächsten Tag zeitig starten.

Mahlzeit!

Der frühe Vogel...oder so (Tag 2):

6 Uhr klingelt der Wecker. Mein erster Versuch die Waagerechte zu verlassen wurde durch den ziehenden Schmerz im Rücken vereitelt. Das muss wohl die Quittung der harten Sitze des Bootes sein, Aua. Aber was soll's, Zähne zusammenbeißen! Raus aus dem Schlafsack, rein in die Klamotten. Mit "Los Aufstehen." versuchte ich meinen Gefährten zu erwecken. "Öhhhhh, noch 10 Minuten..." nuschelte es aus dem Schlafsack neben mir zurück. Na gut - also resümierte ich den vergangenen Tag. Ca. 22km haben wir geschafft. Knapp 10% der gesamten Tour - oh oh, das erschien mir zu wenig. Nach 10 Minuten das gleiche Spiel mit dem Versuch, meinen Kumpanen zu erwecken....nach weiteren 10 Minuten noch einmal. Jetzt reicht es aber. Ich zog ihn samt Schlafsack aus dem Zelt, um dieses wenigstens schon falten zu können. Die frische Luft und die Morgensonne bewogen den Jungen dann wohl doch zum aufstehen. Zähneputzen und ohne Frühstück ab ins Boot - heute müssen wir Kilometer machen! Mit dem versprechen beim nächsten Wehr ausgiebig zu frühstücken konnten wir schnell starten.

Aufstehen!

Das versprochene Wehr lag direkt hinter der nächsten Biegung. Schleuse links, Wehr rechts - aus der Erfahrung des letzten Wehres halten wir uns am Damm auf der Wehr-Seite und finden tatsächlich dort wine schöne Möglichkeit, das Boot aus dem Wasser zu heben. Auf dem Damm gönnten wir uns erst einmal die Brötchen vom Vortag. Das Wetter ist ganz ok - ein wenig frisch, aber trocken. Die Nacht hatte es ein wenig geregnet, daher sind Zelt und Boot etwas feucht. Stört uns aber kaum und wir fahren weiter.

Frühstück am Wehr

Kurz nach dem Wehr begegnet uns das erste Mal ein anderes Gefährt auf dem Wasser. Eine Art Vermessungsboot - vermutlich um die Tiefe der Moldau zu vermessen. Wir paddeln etwas energischer weiter. Die Moldau ist hier sehr breit und der Wind meint es mal wieder nicht gut mit uns. Dennoch kommen wir zügig voran und haben immer wieder schöne Ausblicke in die herrliche Landschaft neben dem Fluss. (Den Typ auf dem Bild unten hab ich erst nachher entdeckt - Hihi ;) )

Zufälliger Schnappschuss erwischt Einwohner beim...

Und wieder "Action" - das Wehr in Vranany liegt vor uns - immerhin haben wir schon knapp 12km geschafft und es ist immer noch Vormittag. An diesem Wehr müssen wir uns entscheiden, wie wir weiterfahren. Links Einfahrt zur Schleuse (welche jedoch erst kurz vor Melnik liegt), rechts das Wehr und der natürliche Verlauf der Moldau. Der Schleusenkanal ist kürzer, die natürliche Moldau anschaulicher....hmm...wir entschieden uns für die Moldau. Und das war gut so! Zum übersetzen des Bootes fahren wir ein kurzes Stück in den Schleusenkanal. Das Wasser ist hier Pechschwarz und absolut still. Absolut keine Strömung! Also Boot auf den Damm ziehen und ab in das Moldau-Gewässer. Hier herrscht ordentlich Strömung und so lassen wir uns die ersten 2 km treiben. Dabei genießen wir die Sonnenstrahlen, welche nun endlich den Weg durch die Wolkendecke gefunden haben.

Einfach mal treiben lassen!

Absolut herrlich! Das Wetter spielt voll mit und verzauber die ohnehin schöne Landschaft noch mehr. Die Strömung und das flache Gewässer sorgen für Ordentlich Spaß. Stromschnellen und Steine fordern uns gut 2 km Konzentration und Adrenalinstöße ab. So könnte es ruhig weiter gehen!

Es blüht an allen Bäumen und Sträuchern

Die 10km nach dem letzten Wehr vergingen wie im Flug und haben unserer Motivation echt gut getan. Etwa 2km vor Melnik - dort wo die Moldau in die Elbe mündet - spürt man den Rückstau des Wassers weshalb die Strömung stark nachlässt. Wir paddeln durch ein Sumpfgebiet welches an den Spreewald erinnert. Schon vom Weiten sehen wir das Schloss Melnik auf dem Berg strahlen.

Schloß Melnik in Sicht, da vorn ist Elbwasser!

An der Mündung angelangt, verbreitert sich das Gewässer schlagartig. Die Elbe führt hier viel Wasser und wirkt wie ein riesengroßer See. Der Wind schlägt hier wieder voll ein uns sorgt für ordentlich Wellengang - leider auch von vorn. Wir paddeln die fast 3km lange Kaimauer in Melnik entlang. Durch den heftigen Wind kommen wir nur sehr schwer voran. Der Blick zur Landschaft wird durch die hohe Kaimauer versperrt und so sinkt unsere Motivation stetig weiter. So langsam bekommen wir auch Hunger. Eigentlich wollten wir in Melnik schön zu Mittag essen gehen, jedoch wollten wir erst einmal von der blöden Kaimauer weg...also paddelten wir einfach weiter (und kamen nicht zum Fotos schießen). Nur 5 km nach Melnik liegt Dolni Berkovice - vor dem dortigen Wehr stiegen wir an Land und machten erst einmal unsere wohlverdiente Pause - inklusive kurzem Mittagsschläfchen. Die Sonne brennt jetzt herrlich, bei nur knapp 20°C Außentemperatur sehr angenehm.

Kurze Siesta!

Dieses Wehr überqueren wir wieder vom Schleusenkanal über den Damm zum Fluss. Dazu fahren wir bis an die Schleusentore und ziehen dort das Boot aus dem Wasser. Kurzer Zwischenstand - es ist knapp 14Uhr und wir haben schon 30km geschafft. Das war echt sportlich! Endziel für heute sollte nach kurzer Absprache Roudnice sein. Dort las ich etwas von einem Sporthotel, welches direkt an der Elbe liegen soll. Vielleicht können wir unser Zelt dort aufschlagen oder gar ein Zimmer nehmen. Also liegen für diesen Tag noch 18km vor uns. Wir steigen wieder ins Boot und paddeln wie die Verrückten. Die Elbe hat an dieser Stelle bis Steti einen sehr geraden verlauf, weshalb uns dort viele Sport-Ruderer begegnen. Anscheinend gehören diese zum örtlichen Sportverein in Steti. Kurz hinter deren Sport-Hafen legen wir an Land um uns etwas die Beine zu vertreten. Ein kleiner Park bietet Gelegenheit dazu. Unser Boot wird samt Klamotten und Zelt an eine Parkbank angekettet - nur für alle Fälle.

Erst mal zu Penny ;)

Vom Wasser haben wir auch ein Penny gesichtet. Dort kaufen wir ausgiebig ein und füllen unseren Elektrolyt-Haushalt wieder auf. Süßigkeiten, Wasser, Brot und andere Grundnahrungsmittel sollen uns die nächsten paar Tage mit ausreichend Energie versorgen. Noch 15km bis Roudnice - mit der Ansage der verbleibenden Kilometer halte ich meinen Kumpanen bei Laune. Die Nerven des 14-jährigen sind allem Anschein nach bald am Ende. Also gönne ich ihm immer mal wieder einen "Auszeit-Kilometer" während welchem nur ich paddle. Noch ein weiteres Wehr müssen wir überqueren. Hier ist der Damm sehr steil, was das Übertragen etwas erschwert, vor allem bei voll beladenem Boot.

Manche Wehre lassen sich nur beschwerlich überqueren

Die Abendsonne sorgt für atembreraubende Farbspiele in der Natur. Die Landschaft ist wunderschön und eine herrliche Ruhe kehrt ein. Weit und breit kein Mensch, kein Auto, kein Boot - nur an den Ufern die urige Industrie und die kleinen Häuschen. Die Sonne scheint jetzt direkt von Vorn. Wir spüren ihre Strahlung auf der Haut und durch die Reflexionen des Wassers wird diese ihre Wirkung auch nicht verfehlen...

Die Sonne brennt - bzw. bekommen wir das gar nicht so mit

Die Stadt Roudnice erstreckt sich vor uns. Am Hang gelegen sehen wir das Schloss und den Bahnhof schon aus der Ferne strahlen. Die Sonne senkt sich langsam hinter dem Horizont ab und wir erreichen das Sporthotel. Da wir beide ziemlich fertig sind (nach 48km kaum ein Wunder), mieten wir gleich ein Zimmer. Dort können wir auch unsere Klamotten und das Zelt durchtrocknen - und vor allem mal duschen! Das Zimmer ist preiswert und ordentlich. Das Personal spricht mehr oder weniger gut Englisch, aber man versteht sich. Mein Kumpane schläft nach dem Duschen sofort ein. Die Quittung der Sonne ist auf seinen Händen und in unseren Gesichtern deutlich zu erkennen - man haben wir einen Sonenbrand! Da ich Fahrrad-Handschuhe zum paddeln trage, sind meine Hände zum Glück nicht betroffen. Mann, war das ein Tag.

Roudnice bei unserer späten Ankunft

 

Indianer kennen keinen Schmerz (Tag 3):

Fußballfeld direkt vorm Hotel

Am morgen eine Überraschung als wir aus dem Fenster schauten - der Anblick des Fußballfeldes direkt vor unserm Zimmer sorgte für Freude bei meinem Fußball-begeisterten Kumpanen. Der Motivation aufzustehen trug es jedoch nur bedingt bei. Dadurch, dass er keine Handschuhe beim Paddeln trug, sind seine Handrücken voll von der Sonne verbrannt. Mir entglitt der Spruch: "Ich habs dir ja gesagt!", und ich fühlte mich schlagartig viel älter...

Während sich der Junge aus dem Bett quälte, bereitete ich das Frühstück vor. Mühsam packten wir unsere Sachen, die zur Abwechslung jetzt auch mal ordentlich trocken waren. Gleiche Abmachung wie am Vortag: Frühstück am nächste Wehr. Dieses liegt ca. 500m vom Sporthotel entfernt. Schleuse links, Wehr rechts. Wir fahren wieder in den Schleusenkanal und übersetzen das Boot über den Damm zur Unteren Seite des Wehres. Wie versprochen gab es dort erstmal eine Stärkung.

Frühstück am Wehr

Da wir am Votrag so viele Kilometer geschruppt haben, können wir uns heute etwas zurücklehnen. Endziel für diesen Tag ist Usti nad Labem, also ca. 40km Tagestour. Die Stimmung ist an diesem Tag noch merklich von der Leistung des Vortages angeschlagen. Wir sind beide noch etwas ausgelaugt und starten relativ gemütlich und ohne viel miteinander zu reden unsere Tour. Mittlerweile routiniert und teilweise apatisch tauchten wir unsere Paddel ins Wasser um vorwärts zu kommen. Die Elbe führt viel Wasser und ist stellenweise so breit, dass wir teils den Eindruck haben, nicht mehr vorwärts zu kommen. Dennoch paddel wir einfach weiter und genießen die sehr langsam an uns vorbeigleitende Landschaft.

Breite Elbe und schöne Landschaft

Das nächste Wehr, kurz vor Ceske Kopisty liegt vor uns - wow schon wieder 15km geschafft. Die Zeit und die Kilometer sind irgendwie an uns vorbeigezogen. Schleuse links, Wehr rechts - wir fahren in den Schleusenkanal und rechts neben der Kaimauer einen kleinen Spalt hindurch, wo sich ein schmaler Wasserkanal zu einer Anlegestelle aufzeigt. Dort ziehen wir unser Boot auf den Damm und essen erst einmal zu Mittag. Der Schleusenmeister kommt aus seinem Häuschen und schreitet auf uns zu - Nanu, was will der denn von uns? Er wollte uns nur seine Hilfe anbieten, sehr nett. Anscheinend schob er Langeweile alleine in seinem Schleusen-Haus...war ja auch nix los an Schifffahrt um diese Zeit, wie wir bemerkten.

Schleusenhaus in Ceske

Weiter ging es. Wir passieren Litomerice. Eigentlich wollten wir uns die Stadt auch kurz ansehen, aber irgendwie sind wir in einen Trott geraten und paddelten einfach weiter. Der Anblick der Stadt vom Wasser aus genügt uns und so fahren wir weiter. Vor uns liegt nun Lovosice und ein weiteres Wehr. Schleuse links, Wehr rechts. Wir fahren diesmal rechts bis kurz vor das Wehr, da sich das Boot dort leichter aus dem Wasser ziehen lässt und der Damm zwischen Schleuse und Wehr sehr breit ist. Es sind sehr viele Angler hier unterwegs und wir müssen aufpassen uns nicht in deren Schnuren zu verfangen. Trotz das wir deren Jagdgebiet durchkreuzen, grüßt man uns freundlich. Ohne große Pause fahren wir sofort weiter.

Litomerice

Die Elbe ist hier sehr sehr breit, aber dafür teilweise richtig flach. Es ist uns einige Male passiert, dass wir mit dem Boot auf Grund gelaufen bzw. auf einen Stein aufgefahren sind. Unsere Angst, das Boot könne Schaden nehmen hat sich zum Glück nicht bewahrheitet. Wir hielten uns nun an die Fahrrinne für die Schiffe um dieses Problem zu umgehen. Wir fahren und fahren und fahren kontinuierlich, aber gemütlich. Links und rechts der Elbe sieht man sehr viel alte Industriegelände die teilweise sogar noch in Betrieb sind. Parallel zum Fluß verläuft die Eisenbahnstrecke, auf der, gemessen an deutschen Maßstäben, außerordentlich viel Güterverkehr von Statten geht. Es vergehen kaum 10 Minuten, bis schon der nächste Güterzug an uns vorbeirauscht.

Breite Elbe und Industrie

Seit dem letzten Wehr gibt es so gut wie keine Strömung. In Usti nad Labem befindet sich die größte Staustufe der Strecke. Den Rückstau des Wassers merken wir deutlich und kämpfen um jeden Kilometer. Dieser sehr lange, See-ähnlicher Verlauf eignet sich hervorragend für Rudersportler, die uns hier auch zahlreich begegnen. Begleitet von den Motorbooten sorgen die Wellen bei uns wenigstens für Abwechslung. Usti erstreckt sich bereits einige Kilometer vor der eigentlichen Stadt in Form von Kleingartenanlagen und Vorstadt-Anblick am Ufer der Elbe. Es ist 17:20 als wir die alte Festung von Usti auf dem Felsvorsprung erblicken. Direkt vor uns ist das riesige Wehr samt Schleuse in Sicht. Eigentlich wollten wir noch ein Stück weiter fahren, jedoch hatten wir keinen Plan wie wir hier weiter kommen sollten. An der Schleuse vorbeitragen geht nicht, da das Schleusengelände umzäunt ist und nur durch eine Fußgängerbrücke mit vielen Treppen zu überqueren ist. Einige Passanten erklärten uns, dass der Schleusenmeister uns sicher schleusen würde, heute jedoch bestimmt keiner mehr da ist. Also morgen in der Früh wieder probieren - jetzt erstmal eine Möglichkeit zum zelten suchen.

Burg auf dem Felsen in Usti

Etwa 1,5km vor der Schleuse lag ein Ruderverein mit riesiger Villa und viel Rasenfläche. Wir paddelten dorthin zurück und baten darum unser Zelt dort aufschlagen zu dürfen. Man bot uns Dusche und Toilette an und erklärte uns, dass das Gelände von 22Uhr bis 10Uhr morgens verschlossen wird. Wir warfen unser Zelt auf, schlossen das Boot an und machten noch einen Spaziergang...mit ordentlich Kohldampf. Zielstrebig suchten wir die Kneipe auf, die uns von den Leuten des Rudervereins empfohlen wurde. Anscheinend hat man uns den Hunger angesehen, als wir in das Restaurant einkehrten. Wir wurden freundlich begrüßt mit der Ansage, dass es heute leider kein Essen gäbe, da der Koch erkrankt sei. Na Toll - also eine Alternative suchen. Die Pension auf welche die Wirtin verwies hatte geschlossen, ein anderes Restaurant ebenfalls. Ich fragte eine ältere Dame auf der Straße nach einem Restaurant. Zum Glück konnte sie etwas Deutsch und erklärte uns den Weg zum Sportlerheim am Sportplatz. Die Kaschemme sah zwar nicht besonders einladend aus, aber das Essen war richtig Gut und preiswert! Für 2 Bier, 2 Cola, ein riesigen Teller Chicken-Wings sowie 2x Pommes und Schweineschnitzel wollte die Wirtin nur umgerechnet 9€ haben.

Mittlerweile war es dunkel und wir legten uns müde und satt in die Schlafsäcke. Die Temperatur sank über die Nacht ziemlich stark und wir beide frohren ein wenig.

Ob Neptun oder Petrus - beide haben versagt (Tag 4):

Am nächsten Tag der erste Blick aus dem Zelt - ein Graus! Trübes Nieselwetter, alles Nass und kalt - verdammt. Noch am Vortag schien die Sonne und wir sind im T-Shirt gepaddelt, nun sollten sich die Pullover und Regenjacken bezahlt machen.

Regenwetter am vierten Tag

Wir warteten noch eine Weile und hofften, dass es bald mit Regnen aufhören würde. Als es 11 Uhr nach keiner Besserung aussah, überwanden wir uns und packten die feuchten Klamotten zusammen. Mein Patenkind verzieht das Gesicht und ist wenig begeistert von der Idee weiterzufahren. Die 1,5km bis zur Schleuse waren ein Kampf - sowohl körperlich, als auch psychisch. Hier mussten sich meine Überredungskünste gegenüber meines Begleiters beweisen. Die erste heftigere Diskussion wurde ausgefochten. An der Schleuse angekommen stehen wir wie am Vortag vor verschlossenen Toren. Auf die Klingel am Eingangstor reagiert niemand. Also sieht es doch so aus, als müssten wir selbst alles übertragen. Dann jedoch kam jemand aus dem Schleusenhaus heraus - um eine Zigarette zu rauchen. Lautstark und winkend versuchte ich ihm zu verdeutlichen, dass wir seine Hilfe erbitten. Der nette Herr kam ans Tor und öffnete dieses für uns. Er sei jedoch nicht zum schleusen berechtigt, aber tragen helfen könne er. Super - denn der Weg bis hinter die Schleuse zu einer Stelle, an der man das Boot wieder ins Wasser legen kann ist ca. 500m lang. Durch die Abkürzung über das Schleusengelände und der Tragfähigkeit des etwas gedrungeren Mannes haben wir das Boot in nullkommanix umgesetzt. Sehr zur Erleichterung meines Gefährten. Wir lassen den Kolloss von Schleuse hinter uns und genossen die ersten paar Meter die außerordentlich gute Strömung.

Schleusentore in Usti (nachdem wir es passiert hatten)

Da die Stauanlage in Usti die letzte auf unserer Tour sein wird, ging es nun mit sehr guter Strömung voran. Durch Usti hindurch gab es einige schöne Stromschnellen und wir rasten förmlich durch die Stadt hindurch. Auch dem geschuldet, dass die Kälte uns zum paddeln zwang, erreichten wir eine sehr gute Geschwindigkeit. Die Stadt erstreckt sich über weitere ca. 5km an den Ufern und bietet uns einiges zu Sehen.

Innenstadt von Usti

Am Rande der Stadt fahren wir durch ein großes Industrie- / Hafengelände mit unzähligen Güterwagen und Kränen. Der Güterverkehr scheint in der Tschechischen Republik besser auf Schienen und Wasser ausgebaut zu sein, als in unserem Lande. Wir paddeln weiter und fahren nun in die Böhmische Schweiz ein, welche doch sehr der Sächsischen Schweiz anmutet. Das Wetter ist zwar immer noch nicht besser geworden, aber mittlerweile haben wir uns daran gewöhnt - oder doch nur ich mich? Mein Kompane schweigt schon seit einigen Kilometern und paddelt stumm vor sich hin. Wenn ich ihn darauf ansprach, wurde von ihm nur forsch zurückgewiesen. "oh oh" dachte ich, "Das kann ja noch 'was werden". Auf dem Weg zur deutschen Grenze kam uns endlich einmal ein Schiffe entgegen. In den vergangenen 3 Tagen ist uns bisher nur ein Schiff (bzw. so ein Vermessungs-Gefährt) entgegen gekommen. Wir genossen den zusätzlichen Wellengang der unserem kleinen Kanadier ordentlich in Bewegung versetzte.

Das erste Schiff seit Ewigkeiten

Wir paddelten trotz Regenwetter einfach weiter - links und rechts nicht viel mehr als Waldbesetzte Hänge. Ab und zu sah man einen Zug auf den Gleisen am Hang entlangfahren. Wir fuhren durch kleinere Ortschaften stetig Richtung Grenze. Vor uns lag nun Hrensko, die tschechische Grenz-Siedlung kurz vor Bad Schandau. Es war 16:30 und wir völlig durchnässt. Eigentlich wollten wir an diesem Tag bis Königstein kommen, aber die Laune meines Mitfahrers sank immer weiter. Also legten wir in Hrensko an und zogen das Boot auf das schlammige Ufer. Wir nahmen erst einmal eine "Knobi-Suppe-Spezial" und eine ordentliche Portion Schnitzel mit Pommes in meinem "Stammlokal" zu uns. Hrensko ist nur etwa 60km von meiner Wohnung entfernt, so gab es schon einige Tage an denen ich mit meiner Lebensgefährtin einfach mal mit dem Fahrrad zum Mittagessen hier her gefahren bin. Und stets speisen wir in diesem Restaurant.

Nun zurück zu meinem Patenkind. Am Esstisch kam es zu einem Streitgespräch zwischen uns - unser beider Nerven lagen angesichts der vergangenen, verregneten Kilometer völlig blank. Er kurz davor aufzugeben, ich kurz davor weiterzufahren. Wir spielten verschiedene Szenarien durch wie wir die Tour gemeinsam und für beide zufriedenstellend zu Ende führen könnten. Kompromiss: für diesen Tag solls genug sein - wir suchten uns eine Pension. Jeder gönnte sich eine warme Dusche, um den verkühlten Körper zu erwärmen und die erhitzten Gemüter zu kühlen. Beim gemeinsamen Fernsehen haben wir unseren Streit beigelegt und den Plan für den nächsten Tag festgemacht.

Blick aus dem Pensionszimmer in Hrensko

Ein "einmaliges" Erlebnis (Tag 5):

Damit der geschmiedete Plan auch aufgeht, mussten wir früh starten. Wir nutzten noch das Frühstück in der Pension und starteten trotzdem pünktlich mit unserem Boot auf der Elbe. Es lag ein leichter Neben im Elbtal, aber immerhin war es trocken. Der Start ging locker von der Hand und die Grenze wurde rasch erreicht. Wir haben kaum die Ländergrenze erreicht und schon bemerken wir den Unterschied bezüglich Schifffahrt. Auf der tschechischen Seite haben wir lediglich 2 Schiffe gesehen. Bereits auf den ersten Kilometern bis nach Bad Schandau kamen uns 3 Schiffe entgegen bzw. überholten uns. Die Personen-Schifffahrt ist an diesem Teil der Elbe (bis Dresden) besonders aktiv.

rege Schifffahrt auf deutscher Seite

Da wir bis 17Uhr in Dresden sein wollten, hatten wir ordentlich zu paddeln. Kurz hinter Bad Schandau waren wir auch schon in Königstein. Und noch besser: Das Wetter klärte auf - der trübe Nebel verschwand und die Sonne kam raus! Perfekt! Wir kamen jetzt auch sehr zügig voran. In Rathen mussten wir für ca. 25 Minuten am Ufer verharren - der Gierfähre wegen. Die zwei Gierfähren auf der tschechischen Seite konnten wir ohne anhalten zu müssen passieren, durch den regen Tourismus in Rathen jedoch, ist diese Fähre im Dauerbetrieb und natürlich ausgerechnet wenn wir da waren auf der uns den Weg versperrenden Seite. Wir nutzten die Zeit zum Sonnenbaden und für einen kleinen Snack.

Gierfähre in Rathen

Das Wetter war nun perfekt. Sonne und dennoch nicht zu heiß. Energiegeladen paddelten wir weiter. Vorbei an Stadt Wehlen bis nach Pirna. Pirna ist ein Ort - ähnlich Usti - der sich sehr breit der Elbe entlang erstreckt. Die Elbe führt dort viel Wasser, ist breit und hat einen nahezu geraden Verlauf. Wir hatten plötzlich Gegenwind. Unsere Getränke neigten sich dem Ende und auch die Snacks waren nahezu alle verbraucht. An der ersten Brücke über die Elbe in Pirna gingen wir gegen 13 Uhr an Land. Unweit von dort befindet sich ein Supermarkt. Dort wurde noch einmal ein wenig eingekauft, denn es lagen immernoch gute 20km bzw. 4 Stunden Fahrt vor uns.

kurzer Stop in Pirna

Uns war nun bewusst, dass wir super in der Zeit lagen. Bis zum Schloß Pillnitz paddelten wir beide noch mit aller Kraft. Ab dort erstrahlte die Sonne die alten Gemäuer und wir genossen den Anblick, indem wir uns ab dort fast nur noch treiben ließen. Da an diesem Tag Ostersonnabend war, waren auch dementsprechend viele Touristen unterwegs. Wir erfreuten uns der nahezu alleinigen "Herrschaft" auf dem Wasser ;)

Schloss Pillnitz von der Elbe

Wir fuhren nun in Dresden Loschwitz ein, durchfahren das 1893 erbaute Blaue Wunder (die Loschwitzer Stahl-Auslegerbrücke) und trieben weiter Richtung Innenstadt. Zur Linke Seite erstrecken sich die breiten Elbwiesen, zur Rechten der Elbhang mit den drei Elbhangschlössern. Die "umstrittene" Waldschlösschenbrücke versperrte uns tatsächlich etwas den Blick auf die Altstadt, was ihrer Notwendigkeit jedoch in keinem Falle entgegensteht. Nachdem wir die Brücke passiert hatten, lag der wunderbare Anblick der Dresdner Silhouette vor uns.

Silhouette der Dresdner Altstadt

Kurz vor der sich in Bau befindlichen Albertbrücke gehen wir an Land - ein letztes Mal für diese Tour. Es war 16:59 Uhr - der Bootsvermieter, welcher uns nun des Bootes erleichtern möchte, war auch gerader erst angekommen. Punktlandung! Er staunte nicht schlecht als er uns kommen sah, hatter er ehrlich gesagt noch nicht mit uns gerechnet und zollte uns seinen Respekt - in nur 4 vollen Tagen (genau 100h) zu Wasser von Prag nach Dresden - das war sportlich! Mein Kumpane war sichtlich erleichtert, dass die Tour nun hier zu Ende war. Der Bootsvermieter scherzte noch: "...und das nächste mal bis Hamburg, oder?!", worauf nur ein: "Neeeeeiiiin!" zu vernehmen war. Samt allem Gepäck und ohne Boot gingen wir dann zur Straßenbahn-Haltestelle. Dort ließen wir die Tour noch einmal wirken und einigten uns schließlich darauf, dass es eine einmalige Sache war - in jeder Hinsicht. Aber auf jeden Fall hat es ordentlich Spaß gemacht und uns beiden einiges Abverlangt. Ich kann es auf jeden Fall empfehlen, gern auch mit mehr Zeit um auch etwas mehr von den schönen Städten und Dörfern am Rande der Gewässer zu erblicken.

Tourdaten

Hier noch ein paar Eindrücke von unserer Reise: