Mein 3D-Drucker - Tuning

Im laufe der ersten 2 jahre mit dem Makerbot-Klon 3D-Drucker sind mir einige Verbesserungswünsche aufgekommen. Wie ich diese in die Praxis umgesetzt und die baulichen Änderungen vorgenommen habewerde ich hier aufführen...

Passive Änderungen:

Alternative Filament-Führungen:

Die Schläuche, durch die das Filament von den Spulen bis zum extruder geführt wird haben einen relativ hohen Reibwert. Außerdem wird das Filament an der Spule teilweise sehr stark geknickt, so dass der Extruder es nicht mehr gezogen bekommt. Das führt zu Fehldrucken oder Fehlerstellen im Druckobjekt.

// Problem

Bei Thingiverse tummeln sich viele Gleichgesinnte mit ähnlichen Problemen - so dass dort schon viele Konstruktionen angeboten werden. Warum also das Rad neu erfinden. Für eine gute Alternative hielt ich diesen [1] Filament-Guide. Seitdem ich mir 2 solche Guides an den Drucker installiert habe, läuft es wie geschmiert ;)

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Da fällt immer was rein, verdammt!

Im Drucker-Innenraum sind in den unteren Ecken Öffnungen in Form eines Dreiecks eingeschnitten. Diese sind vermutlich konstruktiv Bedingt, um den Zusammenbau zu erleichtern und gleichzeitig die Möglichkeit als Kabeldurchführung bieten. Nervig jedoch ist, dass sobald irgendwelche Kleinteile, Filamentreste oder Schrauben und Muttern mal von der Druckplattform fallen, diese Teile prinzipiell durch genannte Öfnnungen fallen und unter dem Drucker verschwinden. Um dem Entgegenzuwirken habe ich mit 4 Eckenschützer gedruckt. Da ich anscheinen auch hier nicht der erste mit diesem Problem war, gibt es die passenden Eckenschützer bereits zum nachdrucken [2].

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Auch die oberen Ecken bzw. die Öffnungen in den Ecken stören ein wenig. Auch dafür gibt es schon unzählige passende Lösungen. Ich habe mich für diese [3] entschieden, da hierbei gleichzeitig ein Eckenschutz gegen Stöße erreicht wird.

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Aktive Änderungen:

Licht ins Dunkel:

Mein Drucker steht in einer relativ schlecht beleuchteten Ecke der Hobby-Werkstatt. Damit die Plattform möglichst immer gut ausgeleuchtet ist - auch wenn der Drucker mal wo anders stehen sollte - wäre es doch sinnvoll eine Beleuchtung in den Drucker zu integrieren. Da ich ja ohnehin des Öfteren mit LED-Streifen hantiere, hatte ich noch ein paar Meter auf Lager. Als einzig realistischen Einbauplatz kam m.M.n nur die obere Kante im Innderen des Drucker-Raumes in Frage. Um den Abstrahlwinkel der LED-Streifen möglichst optimal auf das Druckbett zu richten, habe ich mir noch ein paar Dreiecks-Leisten gedruckt und damit die LED-Streifen etwas geneigt in die Ecken geklebt.

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Die Kabel wurden in den vorhandenen Kabelbaum eingeflegt, so dass kaum zu erkennen ist, dass eine LED-Beleuchtung integriert wurde.

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Da die LED-Streifen die ich standardmäßig verwende nur für 12V geeignet sind und der Drucker jedoch auf 24V-System läuft, wird ein zweites Netzteil benötigt. Auf der Unterseite des Druckers ist noch ausreichend Platz für ein weiteres Industrienetzteil. Bei der Gelegenheit, dort noch etwas zu Ändern, kann ich mich gleich noch um die 230V-Isolation bzw. einen Schutz gegen direktes Berühren kümmern...

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Filament verschmiert, weil noch weich?

Vor allem bei schmalen Druckobjekten, bei welchen die Schichten in Z-Richtung in zeitlich kurzen Abständen aufgetragen werden, passiert es sehr häufig, das die einzelnen Schichten verschmieren. Das geschieht, da die vorangegangenen Schichtennoch nicht komplett erstarrt bzw. abgekühlt sind. Die Präzision und Anschaulichkeit der Druckobjekte leidet extrem unter diesem Verhalten. Daher ist es sinnvoll die aktuelle Schicht aktiv zu kühlen, damit die Temperaturkurve beim Abkühlen steiler verläuft und die Schicht in kürzerer Zeit aushärtet.

Da ich nicht der erste bin, dem dieses Problem zu teil wurde, stieß ich beim stöbern auf Thingiverse auf einen passenden Kühl-Adapter [4]. Dieser wurde natürlich mit dem eigenen Drucker gedruckt - um dessen Präzision nachhaltig zu steigern.

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Lüfter- und Lichtsteuerung

Das Licht muss ja nicht immer an sein - und auch der Kühl-Lüfter braucht bei breiten, großflächigen Druckobjekten nicht zu drehen. Auf dem Controller-Board des 3D-Druckers ist noch ein Steuerausgang unbestückt. Leider aber eben auch nur einer, so dass ich mir ein separates Controller-Board erstellt habe.

// folgt

 

Quellen der Modelle:

[1] Filament Guide for Replicator 1 / CTC - http://www.thingiverse.com/thing:305295

[2] Corner Fan Grill for Replicator 1 / CTC - http://www.thingiverse.com/thing:23925

[3] Upper Corner Fillers for CTC 3D-Printer - http://www.thingiverse.com/thing:1220929

[4] Cooling Fan Duct for Replicator 1 / CTC - http://www.thingiverse.com/thing:537918